Wer sich für die Schulgemeinschaft engagiert, übernimmt Verantwortung und gestaltet Schule aktiv mit. Dieses Engagement soll gesehen, wertgeschätzt und belohnt werden.
Genau hier setzt das Belohnungskonzept der Realschule Steinhagen an. Schülerinnen und Schüler, die sich über den regulären Unterricht hinaus in Arbeitsgemeinschaften, Projekten, Veranstaltungen oder sozialen Aufgaben außerunterrichtlich engagieren, erhalten die Möglichkeit, an besonderen Angeboten und auch an gemeinsamen Events teilzunehmen.
Schule lebt nicht nur vom Unterricht. Eine lebendige Schulgemeinschaft entsteht dort, wo Schülerinnen und Schüler bereit sind, mitzumachen, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen.
Das Belohnungskonzept schafft dafür einen besonderen Anreiz. Schülerinnen und Schüler, die sich außerhalb des Unterrichts engagieren, können durch ihre Teilnahme an Angeboten wie beispielsweise dem BreakfreeRoom oder der Schulskifahrt eine besondere Form der Anerkennung und Wertschätzung erfahren. Die Belohnung besteht dabei aus mehr als einem persönlichen Erlebnis. Die Angebote stärken die Gemeinschaft, schaffen positive Erinnerungen und fördern die Identifikation mit der eigenen Schule. Gleichzeitig sollen sie dazu motivieren, sich auch zukünftig aktiv positiv in das Schulleben einzubringen.
Damit werden unsere Angebote zu einer Belohnung für gelebtes Engagement – und gleichzeitig zu einem besonderen Lern- und Erfahrungsraum.
Ein Baustein im Belohnungskonzept der Realschule Steinhagen ist die Schulskifahrt. Eine Woche lang geht es für die Schülerinnen und Schüler nach St. Valentin auf der Haide in Italien. Dort steht zunächst das Erlernen der grundlegenden Skitechnik im Mittelpunkt. Auf der Piste sammeln die Jugendlichen neue Bewegungserfahrungen, lernen mit den besonderen Bedingungen des Skifahrens umzugehen und erleben, wie sie durch Übung und Ausdauer ihre eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln.
Der Skiort ist dabei bewusst im Hochgebirge gewählt. Innerhalb kürzester Zeit erreichen die Schülerinnen und Schüler eine Höhe von rund 2.500 Metern und erleben eine Bergwelt, die sich deutlich von ihrer gewohnten Umgebung unterscheidet. Die Natur zeigt sich hier in einer besonderen und teilweise lebensfeindlich wirkenden Ausprägung.
Diese unmittelbare Begegnung mit dem Hochgebirge macht die Fahrt zu mehr als einer Sportreise. Die Schülerinnen und Schüler erleben die Kraft und Besonderheit der Natur aus nächster Nähe und bekommen die Möglichkeit, ihre Umwelt mit anderen Augen wahrzunehmen.
Gerade diese Verbindung aus sportlicher Herausforderung, persönlichem Erleben und unmittelbarer Naturerfahrung macht die Schulskifahrt zu einer nachhaltigen Erfahrung, die bei vielen Schülerinnen und Schülern lange in Erinnerung bleibt. Es geht zudem nicht allein um eine Reise oder um das Skifahren. Die Schulskifahrt verbindet sportliches Lernen, persönliche Entwicklung, Gemeinschaft und Anerkennung. Wer sich für andere einsetzt und Verantwortung übernimmt, soll erleben: Dein Einsatz wird wahrgenommen und ist uns etwas wert.
Die Schulskifahrt richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der Klasse 8, 9, in Ausnahmefällen auch der Klasse 10. Sie richtet sich insbesondere an diejenigen, die sich in besonderem Maße positiv in den Schulalltag einbringen und in außerschulischen Projekten und Arbeitsgemeinschaften engagieren.
Wer an der Fahrt teilnehmen möchte, reicht ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben ein und begründet darin die eigene Teilnahme. So wird das persönliche Engagement bewusst zum Bestandteil der Bewerbung.
Für viele Jugendliche ist Skifahren eine völlig neue Bewegungserfahrung. Auf Schnee müssen sie neue Bewegungsabläufe erlernen und sich auf wechselnde Bedingungen einstellen.
Dabei werden unter anderem Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit, Orientierung und Bewegungssteuerung gefördert. Gleichzeitig erleben die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig Ausdauer, Konzentration und Durchhaltevermögen sind.
Die Schulskifahrt erweitert damit das persönliche Bewegungsrepertoire und bietet die Möglichkeit, sportliche Herausforderungen in einer ungewohnten Umgebung zu bewältigen.
Eine solche Fahrt bedeutet auch, für einige Tage außerhalb des gewohnten schulischen Umfelds gemeinsam zu leben und zu lernen. Genau darin liegen besondere Chancen für die persönliche Entwicklung.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, Rücksicht zu nehmen, im Team zu handeln und Konflikte gemeinsam zu lösen. Neue Herausforderungen können das Selbstvertrauen stärken und die innerschulische Gemeinschaft nachhaltig fördern.
Aus einer gemeinsamen sportlichen Herausforderung wird so ein gemeinsames Erlebnis, das verbindet.
Die Schulskifahrt beginnt nicht erst mit der Abfahrt. Das gesamte Projekt soll als Arbeitsgemeinschaft vorbereitet werden. Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler bereits im Vorfeld mit den Besonderheiten eines Aufenthalts in den Bergen auseinander.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem fortschreitenden Klimawandel und seinen Auswirkungen auf die Bergwelt. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit den Veränderungen der Umwelt und können die Folgen während des Aufenthalts in den Bergen unmittelbar erfahren. Daraus soll ein Bewusstsein für nachhaltigeres Denken und Handeln entstehen.
Die Schulskifahrt verbindet damit mehrere Ziele:
Sport erleben. Gemeinschaft stärken. Verantwortung übernehmen. Selbstvertrauen entwickeln. Natur verstehen. Engagement belohnen.
Sie knüpft zugleich an den Kernlehrplan Sport NRW an. Das Skifahren ermöglicht die Umsetzung des Bewegungsfeldes „Gleiten, Fahren, Rollen – Rollsport, Bootssport, Wintersport“ und fördert neben sportpraktischen Fähigkeiten auch den Umgang mit Bewegungsrisiken, kooperatives Handeln, koordinative und konditionelle Fähigkeiten sowie die Reflexion eigener Lern- und Leistungsfortschritte.
Die Schulskifahrt soll Schülerinnen und Schüler darin bestärken, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen.
Sie verbindet fachliches Lernen mit sozialer und persönlicher Entwicklung und macht sichtbar, dass Engagement in unserer Schulgemeinschaft zählt.
Wer sich einsetzt, kann etwas bewegen – und darf dabei etwas Besonderes erleben.